Heimlichkeiten, Anna Anders und Petra Morenzi

3. November bis 2. Dezember:

Heimlichkeiten

mit Arbeiten von Anna Anders und Petra Morenzi 

Eröffnung: 3. November um 16 Uhr
Finissage: 2. Dezember um 15 Uhr

Anna Anders und Petra Morenzi arbeiten gewöhnlich stark farbig und figurativ. Bei Petra Morenzi (Amsterdam) ist der menschliche Körper Ausgangspunkt ihrer Skulpturen und Zeichnungen. Bei Anna Anders (Berlin) steht das Verhalten von Personen im Mittelpunkt ihrer Videoarbeiten.

In der Ausstellung “Heimlichkeiten” zeigen sie jedoch Werke, die sich durch die Verhüllung von Körpern und Objekten einer klaren Abbildhaftigkeit entziehen. Das Dargestellte  bleibt uneindeutig und geheimnisvoll und weckt Fantasien.
Das weiße Tuch zieht sich thematisch und visuell (im wahrsten Sinne des Wortes) durch diese Ausstellung: Tücher, die unter sich Geheimnisse zu bergen scheinen, die etwas umhüllen, verpacken und bewahren, wie beispielsweise Möbel beim längeren Verlassen des Hauses. Aber es kann sich auch um Toten- oder Mumientücher handeln, die dem Menschen auf seiner letzten Reise als Hülle dienen, oder Abdeckungen, die die Sonne abhalten sollen, oder gar um Gespenster, die sich nicht vertreiben lassen.

Bei Petra Morenzi sind es in weißen Marmor gehauene Stoffbündel, die ihre Inhalte bewahren und etwas Persönliches zu bergen scheinen.
Die in Marmor gemeißelten Falten erinnern an eine alte Tradition von Stoffdraperien aus Stein, die für die Ewigkeit bestimmt waren. Der überaus langsame und meditative Prozess der Bildhauerei steht im Kontrast zu unserem schnellen und lauten Alltag, in dem alles sichtbar und offen gelegt ist und für Geheimnisse kein Platz mehr zu sein scheint.

Bei Anna Anders wird das eigene Bett, das Kissen, die Federbettdecke oder das Laken zum Ort, wo sie sich geborgen fühlt, schläft und träumt, aber auch von Alpträumen eingeholt wird.
Ihre Arbeiten untersuchen den Akt des Wahrnehmens und damit das Konstruieren von Wirklichkeit. Sie spielt mit den Momenten von Täuschung und der Verschränkung von virtueller und physischer Welt.

Die Besucher der Ausstellung sind eingeladen, die verborgenen Inhalte mit eigenen Vorstellungen zu füllen.

 

Die Galerie ist geöffnet nach Vereinbarung und jeden Sonntag von 14-18 Uhr

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